Angepinnt So wird die Rente berechnet

      So wird die Rente berechnet

      Alle gesetzlich Versicherten erhalten regelmäßig ihre Rentenauskunft von ihrem Rentenversicherungsträger. Aus den oftmals vielen und engbedruckten Seiten ist für den Normalbürger meist nur das zu erwartende Renteneintrittsdatum und die erwartete Rentenhöhe ersichtlich. Alles andere verschwindet im rentenversicherungstechnischen Fachkauderwelsch.
      Hier der Versuch, ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und die Rentenformel sowie deren Elemente zu erläutern:

      Die Rentenformel liest sich auf den ersten Blick wie eine technische Formel zum Brückenbau:
      EPx ZF x RAF x aRW = Rente
      Bilden wir einfach aus den Abkürzungen mal verständlichere Begriffe:
      Entgeltpunkte x Zusatzfaktor x Rentenartfaktor x Rentenwert = Rente

      Hmmm….alles verstanden?
      Also ich muss zugeben, dass auch ich zunächst überfordert war. Deshalb folgend mein Versuch, die Begrifflichkeiten aus der Rentenformel verstehbarer zu machen:

      Entgeltpunkte:
      Die Entgeltpunkte stellen das eigene Einkommen ins Verhältnis zum Durchschnittseinkommen.
      Beispiele: Verdienst Du also so viel wie ein Durchschnittsarbeitnehmer im Jahr, erhältst Du einen Entgeltpunkt. Bringt Dir Dein Job ein Einkommen doppelt so hoch wie das Durchschnittseinkommen, so erhältst Du zwei Entgeltpunkte.
      Auch, wenn Du Angehörige pflegst oder in Erziehungszeit bist erhältst Du Entgeltpunkte. Etwas anderes sind Mutterschutz, Schule und Studium. Da gehst Du leer aus.

      Zusatzfaktor:
      Erreichst Du das vorgesehene Renteneintrittsalter und gehst dann in Rente, dann ist der Zusatzfaktor „eins“. Bei früherem Rentenbeginn ist er niedriger, bei späterem halt höher. Was auch eine niedrigere oder höhere Rente bedeutet.

      Rentenartfaktor:
      Der Rentenartfaktor kann nicht größer als „eins“ sein. Faktor „eins“ gilt immer für die „normale“ Rente und die Erwerbsunfähigkeit.

      Rentenwert:
      Um das Ganze abzuschließen, werden am Ende (zum Erreichen des Renteneintrittsalters) die Entgeltpunkte, der Zusatzfaktor, der Rentenartfaktor mit dem Rentenwert multipliziert. Der Rentenwert ist u.a. abhängig von der Lohnentwicklung. Das Ergebnis ist dann die monatliche Rente.

      Also alles ganz einfach:
      Die Rente wird aus Lohn, Beitragszeit, Lohnentwicklung sowie dem Verhältnis von Rentnern zu Erwerbstätigen ermittelt. Noch undurchsichtiger wird das Ganze, weil schlecht vorhersagbar.
      Ich nähere mich momentan auch dem Ende meineer Berufslaufbahn und beschäftige mich so langsam auch mit den fragen, wieviel Geld mir mit privaten, betrieblichen und staatlichen Vorsorgen am Ende zusteht. Von daher ganz großes Lob an die liste, hat mir schonmal ganz gut geholfen:)
      Neulich bin ich allerdings auf die Tatsache gestoßen das ich meine Rente Versteuern muss, dass habe ich hier gelesen: cosmosdirekt.de/rente-versteuern/ und bin deswegen verunsichert. Gibt es dabei einen Wert den man überschreiten muss, damit man sie voll versteuern muss? Oder muss das jeder tun? Dann kommt für mich die Frage auf wieviel bei mir am Ende übrig bleibt.

      Habe zwar hier focus.de/finanzen/steuern/steu…teuerlast_id_5268570.html einige tipps gefunden wie man die Abgaben am Ende wieder senken kann, aber noch nicht genaues zu meinen Fragen, leider. Könnt ihr mir dabei helfen?
      Und noch ein Gruß aus Berlin gibts noch oben drauf. Post scriptum sozusagen;)