Rente mit 1000 Jahren

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      Also ich bin da ein wenig zwiespältig. Denn man muss ehrlicher Weise sich einfach mal in beide Situationen hineinversetzen.
      Einmal in die Situation eines (angehenden) Rentners bzw. einer (angehenden) Rentnerin, und weiters noch in die (noch jungen) ArbeitnehmerInnen, die ja die Rente im Grunde genommen finanzieren.

      Situation aus der Sicht von RentnerInnen:
      Es ist ja gesetzlich geregelt, unter welchen Voraussetzungen man in Rente gehen kann und diese sind ja nicht starr. D.h. wenn andere Voraussetzungen erfüllt sind, kann auch ein früherer Renteneintritt möglich sein.
      Das ist in solchen Fällen ja auch praktisch. Wenn jemand z.B. aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann, dann kann diese Person in Frührente gehen.
      Oder wenn man schon über 45 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlt hat (inkl. weiterer Vorgaben).
      Wenn man "einfach so" früher in Rente gehen möchte, muss man mit Abschlägen rechnen. Und dies kann bei RentnerInnen für Unmut sorgen. Viele haben ihr Leben lang gearbeitet, und kommen dennoch in die Altersarmut.
      Müssen sie länger arbeiten, zahlen sie länger in die gesetzliche Rentenkasse ein, und haben trotzdem nicht viel mehr Geld in der Tasche, wenn sie dann tatsächlich in Rente gehen. Da macht sich Unmut breit.

      Situation aus der Sicht von ArbeitnehmerInnen:
      Das Renteneintrittsalter wird erhöht, weil ja die Lebenserwartung bei uns hier gestiegen ist, d.h. die Menschen leben länger und die Rente für jeden einzelnen würde länger dauern und das verursacht folglich auch deutlich mehr kosten.
      Und wer sind dann die Leittragenden? Ja wir, weil wir ja die "Vorsorge" für die älteren Generationen sind. D.h. wir zahlen ja in die Rentenkasse ein und daraus wird ja dann die Rente für die RentnerInnen entnommen.
      Ein anderer Grund ist beispielsweise auch, dass viele Leute, die studieren, erst Jahre später in einen richtigen Beruf einsteigen, wo sie erst mit der Einzahlung in die Rentenkasse beginnen.

      D.h. man kann sehen, dass es sowohl für die RentnerInnen und ArbeitnehmerInnen negative Konsequenzen hat, aber man kann zumindest nachvollziehen, weshalb das Renteneintrittsalter erhöht wird.
      Sollten Menschen irgendwann z.B. 130 Jahre im Durchschnitt leben, dann wird logischerweise auch länger gearbeitet werden müssen, damit man das alles finanzieren kann.
      Wenn du dich über die genauen Voraussetzungen und Sonderfälle informieren möchtest, kannst du das hier machen: gevestor.de/details/das-renten…e-dargestellt-653698.html

      Ich finde aber, dass es größere Probleme mit der Rente gibt, als nur das Eintrittsalter. Was ist z.B. mit der Gender Pension Gap? Dasss Frauen weniger Rente erhalten, als Männer? Und das sogar rund ein Drittel?!
      Das ist sehr unfair. Als Frau wird man in dem Sinne "bestraft" meiner Meinung nach, nur weil man weiblich ist. Wir bekommen Kinder, gehen in Elternzeit. Wir sind die, die sich eher um die Pflege von Familienangehörigen kümmern.
      Wir werden teils einfach immer noch schlechter bezahlt, nur weil wir weiblich sind. Wieso ändert man nicht zuerst mal hier was, sodass Gleichheit herrscht? Ist meiner Meinung nach ein viel wichtigeres Thema, als das Renteneintrittsalter.