Barrierefrei umbauen - Kosten und Nutzen

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      Barrierefrei umbauen - Kosten und Nutzen

      Hallo,

      meine Kinder kamen über Ostern und haben mir und meiner Frau ins Gewissen geredet: "Danke für die Eier, aber übrigens solltet ihr das Haus auch ruhig mal barrierefrei umbauen..."
      Zur Erklärung: Ich hatte letztes Jahr einen Herzinfarkt und daher kommt ihnen sicher die Angst. Allerdings haben wir gerade erst das bad umgebaut. Ich bin prinzipiell immer dafür, etwas am haus umzubauen, aber so richtig alt und bewegungsunfähig fühle mich eigentlich noch nicht.
      Daher meine Frage: Ist es jetzt, da wir noch rüstig sind, eine gute Idee, anzufangen? oder vielleicht doch erst später von einem Handwerkerteam?
      Oder vielleicht ganz anders: Lohnt sich das nicht von Kosten-Nutzen Faktor her, weil man diese Dinge nicht planen kann? Rollstuhl oder von Bus überfahren?

      Treppe abreißen und Geländer anbauen? Ach je.... so viel Arbeit und total kostspielig.

      Denkt ihr schon an sowas?
      Da denken die wenigsten Menschen dran, wenn sie jung sind (und beispielsweise ein Eigenheim bauen). Du bist nicht allein damit.
      Die Kosten-Nutzen-Frage von dir zu beantworten, ist nicht einfach, wenn ich nicht ein bisschen aushole. Am besten geh ich die verschiedenen Bereiche an eurem Haus ab.

      Grundsätzlich: Barrierefreiheit ist klar definiert nach der DIN-Norm 18040-2. Festgelegt ist die Gestaltung der Wohnung laut Norm, damit sie sich überhaupt so nennen darf. Am interessantesten ist das aber für öffentliche Gebäude, und je nach Bundesland gibt es da Unterschiede.

      Bei einer Mietwohnung gilt: Nach § 554a, Abs. 1, Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zur Barrierefreiheit kann jeder Mieter von seinem Vermieter die Zustimmung für bauliche Veränderungen am Mietobjekt einfordern, wenn er ein berechtigtes Interesse hat. (d.h. ein Krankheitsfall vorliegt) Bei einem Eigenheim könntet ihr die KfW kontaktieren, die mit Fördermitteln aushelfen können. (mehr zu möglichen Fördermittel-Gebern auf immonet)

      Das Eigenheim:

      Draußen fängt es an, zB bei Treppen: beidseitiger Handlauf? Treppenlift? Podest-Treppe? Je nach körperlicher Einschränkung liegt die Entscheidung bei euch. Eigentlich selbstverständlich, aber: Gute Beleuchtung, um Stürze zu vermeiden.

      Badezimmer ist ein weiterer sehr wichtiger Ort, der barrierefrei gestaltet werden sollte. Wir haben bei der Renovierung eine ebenerdige Dusche verbaut (darüber habe ich ja schon in mehreren Threads geschrieben und nerve sicher den einen oder anderen schon.

      Was ich bedacht hätte, als wir eingezogen sind, sind zB die Haustüren, die nicht so leicht schließen. Ich habe mich ein bisschen informiert und die Mindestbreite von 90 cm haben unsere leider nicht. Das ist ein größeres Vorhaben. Wäre auch zB für Kinderwagen und Gehhilfen gut gewesen (siehe auch hausbauberater.de/barrierefrei-bauen )
      Das würde ich also anders machen.

      Barrierefreier Garten haben wir ebenfalls im Hinterkopf.

      Kosten: Natürlich kostet das alles nicht wenig. Wie viel genau, hängt von der Art eurer Umbaumaßnahmen ab und den Materialien, die ihr verwendet. Ich würde es allerdings mit den Kosten für ein Altersheim oder Pflegekraft aufrechnen. Nach meiner Liste lohnt sich das. :)

      Noch ein Überblick:




      Liebe Grüße!
      Wenn man sein Haus barrierefrei gestalten möchte, dann sollte man nicht auf die Kosten achten, denn der Gedanke sorgt schon dafür, später keine Kosten mehr zu haben. Ich bin sowieso dafür, dass man in der heutigen Zeit ALLE Häuse direkt in die Richtung zu bauen, damit man später das nicht mehr machen muss. Sicherlich kann man alles aus einem Haus machen, umrüsten kostet Geld und zwar richtig viel. Hatten selbst so einen Fall und da aus unserer Sicht damals auch alles sehr schnell gehen musste, hat es gleich nochmal mehr gekostet. Lohrbaer hat je bereits schon alle Punkte aufgezählt und was da genau gemacht werden muss.

      Wir hatten damals kaum Probleme, außer im Bad. Wie bereits schon gesagt, braucht man eine begehbare Duschwanne, damit man mit dem Rollstuhl ranfahren und sich dann auf einen Kocker setzen kann. Dazu braucht man noch eine Wandhalterung, wo man sich festhalten kann. Siehe Skizze



      Entschieden haben wir uns dann für eine Duschwanne von badewannen.de/duschwanne-begeh…cm-2144-rinnendusche.html und sind auch super zufrieden damit. Sicherlich könnte man sie auch noch etwas größer kaufen, aber wir wollten für die anderen Familienmitglieder nicht auf die Wanne verzichten und da das Bad schon klein ist, war das eine echte Herausforderung.
      Grüß Euch!

      Ja, ich bin selbst auch auf jeden Fall der Meinung, dass es immer lohnenswert ist, seine Wohnung oder Haus barrierefrei umzubauen.

      Denn immerhin wird ja Jeder von uns irgendwann einmal alt und kann dann gewisse Dinge vielleicht nicht mehr so machen wie früher.

      Aber den Alltag erleichtern ist immer praktisch in meinen Augen. Deswegen habe ich mir etwa auch diesen Toilettenhocker Vergleich genauer angesehen, um es mir auf der Toilette bequemer zu machen und zudem noch meinem Darm etwas Gute tue.
      Und wie sieht es aus bei euch, habt ihr schon was gefunden und eine kleine Aufstellung gemacht ?
      Wenn man barrierefrei umbauen will, dann muss man sich auch umschauen das man einen Fachmann sucht der einen beraten kann.
      In meinem Fall war es so, dass wir für meine Oma auch gerade das EG umbauen.

      Hatten dabei auch verschiedene Informationen gesammelt und auch bei NotrufSysteme.co einige Systeme gefunden durch welche meine Oma auch eine kleine Absicherung hat. Wenn sie mal stürzt dann hat sie da einen Knopf wo sie uns benachrichtigen kann.

      Darüber kann man auch nachdenken wenn man schon für einen Senioren umbaut.

      LG
      Also das ist schon eine gewisse Investition, welche sich auf lange Sicht gesehen durchaus lohnen kann. Es muss ja nicht sein, dass man sofort durch diese Barrieren behindert wird, doch nach einiger Zeit freut man sich möglicherweise doch, dass man vor 5+ Jahren mal daran gedacht hat, das Eigenheim so umzubauen, dass man keine Probleme hat, sich darin fortzubewegen. Finde es aber toll, dass schon das Bad umgebaut wurde. Denke auch, dass dieses am wichtigsten ist, da dort eben viele Stolperfallen lauern können. Die Mutter einer bekannten von mir ist auch froh, dass sie die gemacht hat, denn sie hatte zeitweise eine Sauerstofftherapie und brauchte kurzerhand einen Sauerstoffkonzentrator ( Sowas: seeger24.de/Sauerstofftherapie:::104.html ) Sie hatte durch den Umbau vor einem Jahr keinerlei Probleme während der Therapie und heute geht es ihr auch wieder gut. Auch, wenn die den Umbau sonst nicht gebraucht hatte, war es in dieser zeit sehr von Nutzen. man muss eben sehen, wo man das Geld am besten investiert.