Denkt ihr über die Zukunft nach?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      Denkt ihr über die Zukunft nach?

      Hallo!

      Ich habe mich letztens mit Freunden über das Thema "Pflege im Alter" unterhalten.
      Die Meinungen gehen da sehr auseinander..

      müssen sich die Kinder sich um ihre Eltern kümmern? Sollte man selbst Geld zurücklegen
      damit die Familie nicht vor finanziellen Problemen steht?(meine Lösung!)

      Wie steht ihr dazu? Und was geht gar nicht?
      Wie es nicht geht, weiß ich selbst!
      Hey,

      ich denke sehr viel über die Zukunft nach und rede da auch viel mit meinem Partner
      und unseren Kindern drüber.
      Ich finde das Thema Tod sollte nicht so tabuisiert werden. Ich habe schon aufgeschrieben wie meine
      Beerdigung aussehen soll und ob ich verbrannt werden will oder nicht.
      So kann man seine Familie und Freunde auch schon sehr entlasten, wenn diese beim Bestatter sitzen und
      trauern.

      Sonst finde ich, dass man (wenn es möglich ist) schon Geld zurücklegen sollte für die Pflege im Alter. Da übernimmt die
      Versicherung ja nur einen sehr geringen Anteil.
      Aber die Form der Pflege ist auch sehr stark von dem Zustand abhängig. Ich bin nicht abgeneigt mal in einer Senioren WG zu wohnen, wo
      man auch betreut wird. Oder in ein Heim zu gehen oder eventuell auch eine Pflege zu Hause zu haben (24stundenbetreut.com/24h-pfleg…24-stunden-betreuung.html).

      Das muss man dann konkret besprechen, wenn es soweit ist. Aber wie gesagt meine Familie soll so gut es geht entlastet werden. Das sieht
      mein Partner auch so. Nur weil es unsere Kinder sind müssen diese sich nicht komplett aufopfern, wenn es mit uns zu Ende geht :)
      In der Fremde hört man mehr zu als zu Hause.

      aus Tansania
      Jeder sollte sich Gedanken machen und zwar schon im frühen Alter. Spannend wird bei jungen Leute, die sich ein Haus kaufen oder bauen lassen. Schon da, sollte man ans Alter denken und die Räumlichkeiten so anpassen, dass sie auch im späten Alter noch sorgenlos genutzt werden können. Gerade im Badezimmer, sollte viel Platz sein. Auf pflege.de/barrierefreies-wohnen/badezimmer/ kann man sich da ein paar nützliche Informationen besorgen, damit man später nicht noch viel Geld investieren muss. Das kann dann schon teuer werden.
      Ich denke schon lange über die Zukunft und gerade um die Pflege nach. Mein Vater selbst ist wegen Parkinson ins Pflegeheim gekommen - viel früher als wir je gedacht hatten. Und mit der Erfahrung wurde mir bewusst, dass man sich schon früh darum kümmern sollte.
      Meine Frau und ich haben vor bevor wir pflegebedürftig werden in ein Altersheim zu ziehen. Bei uns haben die auch Wohnungen, auf die man sich schon früh bewerben kann, damit man nicht, wenn ein Pflegefall eintritt erst auf die Suche gehen muss. So war es der Fall bei meinem Vater und das wünsche ich eigentlich niemandem.
      Die Zeit rennt, das ist echt ätzend. Es kommt ja meistens alles doch so, wie man es nicht geplant hat. Ich habe soweit alles geklärt, wie und was in verschiedenen Fällen passieren soll. Ich nehme jeden Tag so, wie er kommt und mache das für mich beste daraus. Zu viele Gedanken machen nur depressiv. Gehen müssen wir alle ja mal. Ich sage meiner Familie immer, lasst uns die noch verbleibende Zeit genießen.

      VG
      Das Schienbein ist das Körperteil, mit dem man auch im Dunkeln Möbel findet.
      Hallo,

      ich denke auch viel über die Zukunft nach. Am meisten Sorgen bereitet mir momentan meine berufliche Zukunft. Ich habe absolut keine Ahnung, wohin es mit mir gehen soll. Am liebsten möchte ich irgendwo neu einsteigen, aber das würde vielleicht auch weniger Gehalt und wieder mehr Überstunden bedeuten etc.; darauf habe ich keine Lust und nun fühle ich mich schon länger wie an einer Haltestelle abgestellt, wo keine Busse vorbeifahren. Ich habe mich im Februar noch intern um eine neue Stelle beworben, die mit mehr Personalverantwortung und Projektmanagement verbunden gewesen wäre. Ich wurde nicht genommen und seither ist meine Motivation flöten gegangen.
      Wie ich sonst erreichen sollte, mehr Gehalt herauszuholen, weiß ich nicht. Darum allein geht es mir zwar nicht, aber nach der Elternzeit so völlig auf der Stelle zu treten, frustriert mich sehr. Wie das dann bis zum Rentenalter weitergehen soll, kann ich überhaupt nicht einschätzen. Wahrscheinlich wird mich die viel diskutierte Altersarmut treffen. Ärgerlich finde ich es gegenwärtig einfach, weil ich eigentlich noch ein zweites Kind wollte, aber ich möchte nicht auf Minimum leben in der Elternzeit. Die 65 Prozent werden dann ja auf meinen Teilzeitlohn angerechnet. Um etwa genauso viel zu haben wie das erste Mal, müsste ich 12 Kalendermonate lang auch mehr verdienen. Dass ich weniger verdiene, können wir nicht gebrauchen, da wir uns gerade ein Haus bauen. Den Kredit können mein Mann und ich nur zusammen abbezahlen.

      Gerald schrieb:

      müssen sich die Kinder sich um ihre Eltern kümmern? Sollte man selbst Geld zurücklegen
      damit die Familie nicht vor finanziellen Problemen steht?(meine Lösung!)


      Ich finde nicht, dass es ein Muss ist, inzwischen treibt es Familien berufsbedingt auch sehr weit auseinander. Ich gehe nicht davon aus, dass mein Kind später um die Ecke wohnen wird. Wir wohnen bereits 1 Stunde Fahrweg von der Heimat entfernt, wo die Eltern meines Mannes und meine Eltern leben (die haben also noch Glück, dass uns nicht noch mehr Kilometer trennen). Soweit ich aber informiert bin, wird man in Deutschland zumindest finanziell für seine Eltern aufkommen müssen. Egal ob man mit ihnen in Verbindung stand oder nicht, was ich ziemlich heftig finde. Du kannst jahrelang von deinem Vater misshandelt worden sein, deswegen den Kontakt vollkommen abgebrochen haben und Jahre später sollst du dich für diesen Unmenschen um die Pflege kümmern. Da läuft doch was schief, man müsste dem entsagen können, schriftlich, amtlich ...

      Für das Alter habe ich zwar noch nicht wirklich Geld zurückgelegt, aber ich spare schon längere Zeit, so dass es für Notfälle reicht. Sollte ich das Angesparte nie anbrechen müssen, kann es meine Familie haben, wenn sie es für mich benötigen sollten. Dazu müsste ich aber erstmal eine Vollmacht ausstellen; darf man nicht vergessen, dass Angehörige auch nicht einfach auf Girokonten und Spardepots zugreifen können. Mein Mann und ich haben mit dem Beginn beim Hausbau zudem eine Risikolebensversicherung abgeschlossen, bei der CosmosDirekt direkt online, für den Fall, dass einer von uns zum Beispiel aufgrund eines tragischen Unfalls früher aus dem Leben scheiden sollte. Kein schöner Gedanke, aber es wäre fatal, hier nicht vorzusorgen. Der zurückgebliebene Elternteil könnte schließlich alles verlieren, wenn es finanziell nicht mehr passt. Und wenn wir sogar beide versterben, wollen wir unserem Nachwuchs eine Auszahlung sichern. Über eine private Rentenversicherung habe ich auch bereits nachgedacht und über eine private Pflegeversicherung... die Frage ist tatsächlich, mit welcher Versicherung man am besten bedient ist. Man hofft ja immer, dass man bis ins hohe Alter lange fit bleibt, so dass wenigstens keine riesigen Pflegekosten entstehen und dann einfach ohne große Wehwehchen verstirbt... Gar nichts zu tun, um es den Hinterbliebenen zu erleichtern, wäre fatal. Ich möchte nicht schuld daran sein, dass es meinem Kind finanziell schlecht geht, weil ich zu einem Pflegefall oder gestorben bin. Und eine Pflege zuhause bei meinem Sohn setze ich nicht voraus, das ist sehr einschneidend für die Familie, die er dann vielleicht haben wird.

      Schlimm ist, dass man sich irgendwann zunächst um die eigenen Eltern kümmern muss. Sobald man damit fertig ist, könnte es sein, dass es einen selbst trifft und man von seinen Kindern umsorgt werden muss. Wenn man Kinder hat, die einen auffangen, kann man sich glücklich schätzen. Ich weiß gar nicht, wie es läuft für die Menschen, die niemanden haben. Ich meine noch nicht mal, dass man gepflegt wird, sondern einfach auch, dass man eigene Verwandte noch hat, die einem beistehen während des Älterwerdens. Ich habe große Angst vor Vereinsamung. Ich würde wohl deswegen auch vorzugsweise in so etwas wie betreutes Wohnen oder eine Senioren WG ziehen wollen. Wobei man hier auch die richtigen Mitbewohner haben muss, damit es angenehm ist. Ach alles nicht so leicht, wieso muss man überhaupt altern??? Ich finde das grausam von der Natur eingerichtet. :D

      VG,
      Hilde